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Wir bekommen, was wir senden: Das Gesetz der Resonanz

Der Volksmund kennt es als „wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus“. Und es kann ganz handfeste Folgen für unser Leben oder unser Business haben: Das Gesetz der Resonanz. Wenn Sie wirklich das bekommen wollen, was Sie haben wollen, dann sollten Sie sich darin üben, das zu senden, was zu Ihnen finden soll.

Eine Teilnehmerin fragte mich neulich: „Glaubst Du an Zufälle? Ich nicht.“ Ich antwortete, dass ich in dem Sinne an Zufall glaube, dass es für mich viel Planloses, Absichtsloses im Leben gibt. (Im Gegensatz etwa zu allem, was wir bewusst anstreben.)

Ich schalte dafür auch keine höheren Mächte ein, die mich wie auf einem Schachbrett hin und her bewegen und entscheiden, was mir alles widerfahren soll. Mein Glaube ist weniger, sagen wir, „buchstäblich“ und fest zu greifen.

Doch wie wir mit diesem Planlosen, Absichtslosen umgehen, was wir daraus machen, das ist für mich kein Zufall. Das ist eine Resonanz.

Das ist eine Schwingung, die Menschen, Dinge, Konzepte und so weiter zusammenführt. Es wird ein „Angebot“ gemacht, es kommt zu einer Begegnung – und wir entscheiden, ob wir mit diesem „Angebot“ resonant sind und darauf reagieren, oder eben nicht.

Oder aus unserer Sicht formuliert: Wir ziehen etwas an.

So können uns Menschen begegnen (wir ziehen sie an), die etwas in uns berühren. Die eine „Aufgabe“ in unserem Leben haben. Die einen „Bedarf“ decken. Die etwas in uns erfüllen. Egal, wie schwierig diese Begegnung vielleicht auch sein mag.

Oder wir prallen mit anderen Kulturen zusammen, mit anderen Werten, Glaubenssätzen. Und wir selbst entscheiden, ob und wie wir auf diese Werte reagieren werden.

Oder wir probieren einfach einmal etwas aus – einen neuen Job, eine kreative Tätigkeit, was auch immer. Und wir stellen fest, dass uns etwas davon anspricht, anzieht oder wir damit in einem „gleichen Takt schwingen“.

Immer steckt dasselbe Prinzip dahinter: Das Gesetz der Resonanz.

Das Prinzip, dass wir das bekommen, was wir aussenden. Dass wir Menschen anziehen, die wir brauchen. Dass etwas in uns sich neuen Werten und Glaubenssätzen öffnen will. Dass etwas in uns auf einen neuen Job oder ein kreatives Hobby reagieren will.

Das ist wie das Gesetz von Ursache und Wirkung. Ich strahle unbewusst etwas aus oder suche nach etwas. Und unter all dem, was mir Tag für Tag an Planlosem und Absichtslosem begegnet, gehe ich mit bestimmten Dingen konform, mit denen ich „resonant“ bin, mit denen ich also auf einer Wellenlänge liege.

Das Resonanzgesetz: Wir bekommen, was wir senden

Oder noch einmal zusammengefasst: Wir werden im Grunde bekommen, was wir aussenden. Denn wir werden auch nur auf das reagieren, was wir aussenden. Für alles andere werden wir blind sein.

Sehen wir beispielsweise die Welt überwiegend in hellen, freundlichen Farben, werden wir diese Farben auch überall wiederfinden. Sind wir ein notorischer „Stammtisch-Meckerer“, der an allem etwas auszusetzen hat, werden wir von solchen Missliebigkeiten auch permanent heimgesucht zu sein scheinen.

Das hat zum einen, wie gesagt, etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun, die entsprechend gefärbt ist, so dass wir einmal nur das Helle und einmal nur das Ärgerliche sehen. Wir sehen nur das, womit wir in Resonanz sind. Alles andere bleibt uns so lange verborgen, bis wir unsere Sichtweise und unseren Blickwinkel ändern.

Es sind aber auch wieder unsere Schwingungen, die Dinge anziehen, die dazu passen.

Der notorische Nörgler wird also beispielsweise schnell weitere Nörgler finden, die ihn in seinem Weltbild bestätigen. Man fühlt sich gemeinsam miteinander wohl. Es kommt zu einer Resonanz. Genauso wird der Idealist auf weitere „Gutmenschen“ stoßen. Auch hier fühlt man sich voneinander angezogen. Man „schwingt im Gleichtakt“.

Sicher ist das jetzt eine Verallgemeinerung. Es wird noch viele andere Formen von Begegnungen geben. Und längst nicht immer sind wir für das verantwortlich, was uns im Leben geschieht.

Doch es lohnt sich, auf das Gesetz der Resonanz zu achten.

  • Wenn ich von anderen Gutes denke, werde ich auch viel Gutes ernten.
  • Wenn ich eine fröhliche Grundeinstellung habe, werde ich Fröhliches anziehen.
  • Wenn ich freundlich zu anderen Menschen bin, werden diese meist freundlich reagieren.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Der Volksmund kennt so etwas auch als „wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus“.

Vieles von dem, was uns begegnet, ist eine Resonanz auf das, was wir aussenden. Auf unsere Gedanken, Gefühle, Einstellungen oder Handlungen.

Das gilt sogar dann, wenn diese Resonanz nicht direkt, sondern sozusagen um drei Ecken erfolgt.

So melden sich bei mir zum Beispiel immer öfter Teilnehmer zu meinen Kursen an, die diesen Tipp von einem Freund, Arbeitskollegen und so weiter bekommen haben, der schon länger meine Artikel liest. Mein Leser hat im Moment kein Interesse an meinen Kursen, aber er hört von seinem Freund, dass dieser auf der Suche nach einem Kurs ist – er denkt an mich und empfiehlt mich weiter. Und schon haben wir eine Resonanz.

Praktische Auswirkungen des Resonanzgesetzes

Sie sehen, dass das Resonanzgesetz ganz praktische Folgen haben kann und nicht nur eine „philosophische Macke“ ist. 😉

  • Wenn Sie offen für Neues sind, werden Sie auch öfter interessanten neuen Dingen und Ideen über den Weg laufen.
  • Wenn Sie Ihre Kunden und Teilnehmer „lieben“ und sie mit Achtung, Ehrlichkeit und Respekt behandeln, werden Sie „wiedergeliebt“ werden und man wird Ihr Vertrauen nur selten ausnutzen.
  • Wenn Sie an Ihren Erfolg glauben und entsprechend handeln, werden Sie auch mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein.
  • Das gilt sogar für unsere Finanzen: Wenn Sie mit beiden Händen geben, werden Sie auch überreich zurückbekommen. Und sei es, dass Sie sich zum Beispiel Dienstleister und Mitarbeiter nehmen („geben“), die mit ihrer Hilfe dafür sorgen, dass Sie es doppelt und dreifach zurückbekommen („nehmen“).

Das Resonanzgesetz ist nicht einfach. Jedenfalls ist es nicht so leicht zu leben, wie es sich vielleicht anhört. Viele, die beispielsweise gerade unglücklich mit ihrem Leben sind, werden verständlicherweise von einer Resonanz nichts hören wollen. Und, wie gesagt, ich bin auch nicht der Meinung, dass die Resonanz für alles und jedes verantwortlich ist.

Doch in vielen Fällen sind wir es, die Schwingungen aussenden, die auf uns zurückfallen. Der erste Schritt wäre, sich dessen bewusst zu sein und einen Blick dafür zu bekommen. Der zweite, möglichst „gute“ (also für einen förderliche) Schwingungen auszusenden.

Dann können wir auch die Begegnungen genießen, die uns das Leben schickt. Denn wir selbst haben sie mit dem, was in uns ist, angezogen. Sie erfüllen in unserem Leben einen Sinn. Und wir können auf das achten, was wir aussenden – um das zu bekommen, was wir gern hätten.

War das jetzt zu philosophisch? Nun, es ist bald Weihnachten – Sie werden es schon verdauen. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 09.12.2010

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