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Leserfrage: Was kann ich lesen, um meinen Wortschatz zu erweitern?

„Wie kann ich meinen Wortschatz erweitern? Gibt es bestimmte Bücher, die mir dabei helfen? Sollte ich gezielt lesen? Und wenn ja, was?“ Das fragte mich eine Leserin. Lesen Sie hier ein paar Anekdoten und Ideen aus meiner eigenen Lese-Praxis.

Eine Leserin fragte mich:

„In Ihrem Artikel über die Erweiterung der Wortschatzes schreiben Sie, dass es hilft, wenn man viel liest – durch die verschiedenen Zeiten und Genres hindurch. Haben Sie ein paar Vorschläge für Bücher, die Sie mir empfehlen können, damit ich mich an die 6.000-Worte-Marke meines aktiven Wortschatzes heranarbeiten kann?“

Nun, um ehrlich zu sein: Ich habe keine Vorschläge. 😉 Oder genauer: Ich habe keine konkreten Vorschläge.

Möglichst breit lesen

Ich halte es in der Tat für sehr sinnvoll, möglichst breit zu lesen. Mit jedem Buch oder jedem Text, den Sie lesen, wird ein Teil seines Wortschatzes, seines Ausdrucks, seiner Sprache bei Ihnen hängenbleiben. Und je verschiedenartiger der Hintergrund ist, auf dem Sie aufbauen, desto mehr „Futter“ haben Sie für Ihre eigenen Texte. Sprich, desto reicher und vielfältiger, auch größer ist Ihr Wortschatz.

Meine eigene Lese-Praxis

Ich zehre zum Beispiel noch heute von den Zeiten, als ich Science-Fiction-Fan war oder historische Romane gelesen habe. (Zumindest was die Sprache angeht, zwei sehr unterschiedliche Richtungen. Das ergibt einen ganz eigentümlichen Mix. ;-))

Dann natürlich alles Historische aus meinem Geschichtsstudium. Pädagogik, Psychologie, Personalentwicklung und so weiter aus der Erwachsenenbildung. Technischer Fachjargon aus der DV-Fortbildung. Marketing, Selbstmanagement und Co. aus der Betriebswirtschaft. Und, genau, die vielen Bücher, die ich im Rahmen meiner jetzigen Tätigkeit lese. Einen kleinen Ausschnitt davon finden Sie hier. Diverse Romane, Krimis und so weiter aus dem Freizeit-Bereich nicht zu vergessen.

Im Grunde habe ich auch so „bunt“ angefangen. Ich erinnere mich, dass ich mir zum Beispiel schon als 8-Jährige stapelweise Bücher aus der öffentlichen Bücherei ausgeliehen und mich buchstäblich „hindurchgefressen“ habe. Von Astronomie (auch lange Zeit ein Hobby von mir) über die üblichen Sachbücher für Kinder (Dinosaurier, Indianer pp.) bis zu den Schwarten von Karl May.

Kontextübergreifend lesen

Damals habe ich die Basis für mein heutiges Wissen gelegt. Und ich habe auch erheblich mehr gelesen als geschrieben, während es heute eher umgekehrt der Fall ist.

Das Stichwort lautet also: Kontextübergreifend. Je mehr „Kontexte“, also Wissensbereiche Sie kennen und kombinieren können, desto besser ist das für Ihren Wortschatz. Das gilt übrigens generell für Ihre Kreativität.

Mein Lieblings-Buch

Doch wenn Sie ein absolutes Lieblings-Buch von mir wissen möchten, das ich für seinen Inhalt und seine Sprache liebe: Das ist „der Herr der Ringe“ von John Ronald Reuel Tolkien. Bitte achten Sie auf die sprachgewaltige, bewusst leicht altertümliche deutsche Übersetzung von Margaret Carroux. Oder lesen Sie es im Original. Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr eine Übersetzung einen ganzen Text beeinflussen und verändern kann.

PS: Möchten Sie Ihren Wortschatz feilen und verbessern? Dann ist vielleicht mein Kurs „Mit Sprache spielen und Herzen berühren“ etwas für Sie. Lernen Sie, wie Sie anschaulicher und lebendiger schreiben und einen Draht zu Ihren Lesern herstellen.

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 30.07.10

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