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Auch Vorarbeiten sind ein Teil des Schreibens

„Ich habe heute überhaupt nichts geschafft bekommen. Gerade mal einen Absatz habe ich geschrieben.“ Dabei übersehen viele, dass sie auch Phasen, in denen es nicht fließen will, für ihr Schreiben nutzen könnten. Ja, dass solche Phasen sogar ein Teil des Schreibens sind oder zumindest sein könnten.

„Ich habe heute überhaupt nichts geschafft bekommen. Gerade mal einen Absatz habe ich geschrieben.“ (Beliebig zu ersetzen mit: Eine Seite, zwei Seiten oder wann auch immer der gequälte Autor aufstöhnt, weil ihm nicht mehr aus der Feder fließen will.)

So hört man es in der Tat oft leidgeplagt. Und die restliche Zeit, die eigentlich dem Schreiben zugedacht war, verbringen viele entweder vor dem leeren Blatt Papier – oder auf dem Sprung zur Spüle, mit Gießkanne in der Hand, das Bügeleisen schwingend oder was immer einem an ablenkenden Tätigkeiten einfällt, um sich einem nicht stellen zu müssen: Dem leeren Blatt Papier. 😉

Dabei übersehen viele, dass sie auch Phasen, in denen es nicht fließen will, für ihr Schreiben nutzen könnten. Ja, dass solche Phasen sogar ein Teil des Schreibens sind oder zumindest sein könnten.

Und zwar aus zwei Gründen.

Zum einen können Sie solche Hänger oder „Schreibtiefs“ gut nutzen, um notwendige Routine-Tätigkeiten oder Vorarbeiten zu erledigen.

Recherchieren Sie für Ihren neuen Artikel. Führen Sie ein Interview mit Ihrer interessanten Quelle. Machen Sie sich ein paar Notizen zum geplanten Aufbau. Schlagen Sie etwas im Lexikon nach. Besorgen Sie sich passende Bücher oder Schreibzeug. Und und.

Das ist nicht nur praktisch, weil Sie so wenigstens konkrete Arbeitsergebnisse einfahren – statt zur Spüle zu springen. 😉

Diese Vorarbeiten für Ihr Schreiben helfen Ihnen auch beim Schreiben selbst.

Denn all das, was Sie hier nachschlagen oder recherchieren oder überdenken, verdichtet sich in Ihrem Kopf. Es lässt sich bewusst oder unbewusst bei Ihnen häuslich nieder und knüpft im Verborgenen die Fäden, aus denen später Ihre Artikel oder Texte werden.

Selbst wenn Sie zwischendurch doch noch an die Spüle springen sollten, tragen Sie genug Material mit sich herum, um dieses Fadenspinnen zu unterstützen. Ja, jetzt sollten Sie sogar Abstand nehmen, damit Ihr Unbewusstes Zeit hat, all das, womit Sie es gefüttert haben, zu verdauen.

Wenn Sie sich dann wieder an Ihren Schreibtisch setzen, tragen Sie sie entweder schon mit sich herum oder es braucht nur noch einen kleinen Auslöser, um sie ans Licht zu bringen, die Entwürfe und Fragmente für Ihre Texte.

Merke: Auch Vorarbeiten sind ein Teil des Schreibens. Und ein Schreibtief muss kein Tief sein, wenn Sie es richtig nutzen. 😉

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 07.10.09

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