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Nutzen Sie Ideenspeicher

Ideen haben bekanntlich die vertrackte Angewohnheit, uns immer dann zu überfallen, wenn wir auf sie nicht vorbereitet sind. Dann heißt es, sie so schnell wie möglich dingfest zu machen, sonst sind sie wieder weg. Ich habe mal überlegt, welche Möglichkeiten Sie für so einen Ideenspeicher haben. Hier habe ich ein paar Tipps für Sie.

Ich hätte David Allens Buch „So kriege ich alles in den Griff. Selbstmanagement im Alltag“ (Partner-Link, kleine Umsatzbeteiligung für mich), das ich gerade lese, nicht gebraucht, um zu wissen, wie wichtig „Ideenspeicher“ sind.

Immerhin habe ich gerade selbst im Kurzurlaub einen solchen Ideenspeicher mit mir herumgetragen und fleißig gefüllt: Das kleine Spiralheft, das ich von einer Teilnehmerin zu genau diesem Zweck geschenkt bekommen habe. Für viele weitere schöne Kursideen. 😉

Aber Allens Ideenspeicher hat mich zu diesem Beitrag angeregt. Denn ich kann ihm da nur zustimmen: Ideen haben die vertrackte Angewohnheit, uns immer dann zu überfallen, wenn wir auf sie nicht vorbereitet sind. 😉

Also dann, wenn wir sie nicht aktiv suchen, sondern unseren Geist frei schweifen lassen. Wenn wir ihm die Möglichkeit geben, die Anregungen und Informationen der letzten Zeit in Ruhe zu verarbeiten und zu verknüpfen.

Das Ergebnis solchen Loslassens und Verknüpfens sind die berühmten „Ideen unter der Dusche oder im Park“-Szenen. Eine Idee stellt sich scheinbar aus dem Nichts ein: Unter der Dusche, im Restaurant, im Park, im Urlaub, beim Joggen oder auch beim Spülen.

Jetzt heißt es, sie so schnell wie möglich dingfest zu machen. Schreiben Sie sie auf, formulieren Sie sie aus, gehen Sie ins Detail. Das Bild, das Sie für Sekunden aufblitzen sehen, ist so flüchtig wie Rauch. Ohne dieses Aufschreiben und Festhalten geht es wieder verloren.

Ich habe mal kurz überlegt, welche Möglichkeiten Sie für so einen Ideenspeicher haben. Hier habe ich ein paar Tipps für Sie.

Mitten rein in den Text

Viele Ideen kommen mir, wenn ich Bücher oder Zeitschriften lese. Diese Ideen schreibe ich an den Rand der entsprechenden Textstelle. Habe ich das Buch durchgearbeitet, übertrage ich die Ideen in dauerhaftere Dateien.

Kleine Zettel als Zwischenspeicher

Auch eine Möglichkeit, wenn ich nicht irgendwo an den Rand kritzeln kann oder will: Kleine Zettel als „Zwischenspeicher“. In einer freien Minute ordne ich diese Ideen wieder in Dateien ein und werfe den Zettel weg.

Merkhilfen als Zwischenspeicher

Wenn ich gerade keine Zettel zur Hand habe (oder keine Hand frei habe, weil ich zum Beispiel mit Spülen beschäftigt bin ;-)), bastele ich mir eine Eselsbrücke. Ich schlinge mir zum Beispiel ein Gummiband ums Handgelenk oder murmel ein Schlagwort vor mich hin, das für diese Idee steht. Sobald ich die Hand frei habe, wird die Idee aufgeschrieben.

Das Spiralheft für unterwegs

Das hatte ich oben schon erwähnt: Das kleine Spiralheft, das mich in den Urlaub und zu anderen „Außen-Einsätzen“ begleitet und munter bekritzelt wird. Bin ich wieder zurück, übertrage ich die Ideen, genau, in die passenden Dateien.

Dateien für den dauerhaften Aufenthalt

Das Herzstück meines Ideenmanagements sind diverse Dateien. Hier sammle ich meine Ideen sortiert nach Thema und Verwendungszweck. So habe ich Ideen-Dateien für das Magazin und das Blog, für Geschäftsideen und Kursideen, und und. Das muss (technisch) keine große Sache sein. Einfache Textdokumente reichen völlig aus.

Kalender für den Übergang zu Termin und Todo-Liste

Manche Ideen trage ich auch in meinen großen Küchenkalender ein. Manchmal ordne ich sie bestimmten Monaten oder Jahren zu, manchmal füllen sie auch nur das leere Rückblatt. In den Kalender wandern Ideen, die schon stark Richtung Selbstverpflichtung und Termin gehen. Also etwa die ursprüngliche Idee und das jetzige Vorhaben „Umzug“.

Weitere Möglichkeiten

Dinge, die ich nicht (mehr) selbst nutze, die ich mir aber gut vorstellen kann, wären zum Beispiel:

  • Ein Diktiergerät
  • Ein Organizer, Netbook oder Ähnliches
  • Ein Handy (vielleicht auch für Fotos von Ideen)
  • Ein Whiteboard oder Ähnliches, um Ideen aufzuzeichnen
  • Eine Collage aus Bildern, die für eine Idee stehen, ähnlich wie eine Zielcollage
  • Eine Kladde, ein Ordner oder Ähnliches, in dem Sie Ideen ähnlich wie in einem Schreibjournal festhalten
  • Servietten im Restaurant oder was Sie sonst unterwegs für Schreibmaterial finden
  • Und anderes mehr.

Und was machen Sie, um Ihre Ideen zu speichern?

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 03.11.09

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