Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Die Ungeduld des Schaffensdrangs

Dachten Sie, dass man nur motiviert oder weniger beziehungsweise gar nicht motiviert sein kann? Irrtum vom Amt. 😉 Man kann manchmal auch zu motiviert sein. Und ich gebe zu, dieser Adrenalinstoß des Schaffensdrangs kann erhebend sein. Das Problem ist allerdings, dass nur wenige Menschen dieses Energieniveau auf Dauer halten können. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Ungeduld zügeln können.

Dachten Sie, dass man nur motiviert oder weniger beziehungsweise gar nicht motiviert sein kann?

Irrtum vom Amt. 😉

Man kann manchmal auch zu motiviert sein. In meinem letzten Schnupperkurs „Motiviert ans Werk. 7 Tipps für eine kreative Selbstmotivation“ war das gleich bei mehreren Teilnehmern der Fall.

Sie alle brannten manchmal vor Energie und Ungeduld, ihre Ideen umzusetzen.

Und ich gebe zu, dieser Adrenalinstoß des Schaffensdrangs kann erhebend sein. Er kann ein Hochgefühl auslösen, das einen unheimlich beflügeln kann.

Das Problem ist allerdings, dass nur wenige Menschen dieses Energieniveau auf Dauer halten können. Die meisten brennen früher oder später (wieder) aus, fliegen aus der Kurve oder verzetteln sich.

Das Ergebnis: Zu viele angefangene und nie fertiggestellte Projekte. Vielleicht versäumte Termine oder ein empfindlicher Qualitätsverlust. Vielleicht eine angeschlagene Gesundheit angesichts des Drucks und Stresses, unter den man sich selbst setzt – und den man, da man ihn als positiv empfindet, zu spät wahrnimmt. Vielleicht ein Nachlassen der Lebensqualität. Vielleicht sogar das Gefühl, versagt zu haben, weil man all die schönen Träume nicht verwirklicht bekommen hat.

Wie kann man also mit der Ungeduld des Schaffensdrangs umgehen, um nicht mit Vollgas aus der Kurve zu fliegen?

Dafür habe ich hier ein paar Tipps für Sie:

Mit Horrorszenario gegensteuern

Machen Sie sich klar, was Ihnen alles an negativen Dingen passieren kann, wenn Sie weiterhin ungebremst die Fieberkurve hochjagen. Von frustrierten Freunden („man sieht dich ja gar nicht mehr“) bis zum Burn Out ist so ziemlich alles drin. Werden Sie sich rechtzeitig Ihrer eigenen Grenzen bewusst.

Auch morgen ist noch ein Tag

Machen Sie sich klar, dass auch morgen noch ein Tag kommt, der umso schöner wird, wenn Sie sich für ihn etwas Schönes aufheben. Das ist das Prinzip, nach dem jeder Adventskalender funktioniert. 😉

Hinterfragen Sie Ihr Tempo

Überlegen Sie mal, ob es einen bestimmten Grund für Ihre Ungeduld gibt. Wollen Sie zum Beispiel sich oder einem anderem etwas beweisen? Oder haben Sie Angst davor, nicht genug Selbstdisziplin mitzubringen, um auf steter Flamme zu brennen, so dass Sie lieber jetzt so viel wie möglich schaffen wollen, um Ihren Schwung zu nutzen? Und anderes mehr.

Legen Sie sich einen realistischen Zeitplan zu

Das gute, alte Zeitmanagement kann auch nie schaden: Brechen Sie Ihre Projekte in Teilschritte runter, setzen Sie Prioritäten, legen Sie eine realistische Zeitplanung fest, bauen Sie Puffer ein (sic!) und achten Sie darauf, dass Sie sich nicht schon bei der Planung unter Zeitdruck setzen.

Nebenbei: Mir hilft es immer, meinen Projekten feste Termine oder Abfolgen zuzuweisen. Dann weiß ich genau: Aha, wenn ich mit Baustein A so und so weit bin, dann kann ich mit Baustein B oder C anfangen. Die störrische Anfangsphase oder Deadline von A habe ich im Griff, deshalb kann es jetzt mit B oder C weitergehen.

Bauen Sie Pausen und Ruhe-Inseln ein

Kommen Sie zur Ruhe. Nehmen Sie Tempo raus, indem Sie sich dazu zwingen, bewusst Pausen einzulegen. Meditieren Sie, ziehen Sie sich phasenweise zurück, und und.

Sie können ja gleichzeitig auf schöne Pausenfüller achten, auf Dinge, die Sie gern tun. Dann können Sie Ihre Pausen auch wirklich genießen, ohne das Gefühl zu haben, zur Untätigkeit verdammt zu sein. 😉

Und was tun Sie, wenn Sie die Ungeduld des Schaffensdrangs packt?

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 21.09.09

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)