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So lösen Sie Geistesblitze aus: Durch Aufschreiben

Ideenspeicher zu nutzen, ist effizient, um Ideen festzuhalten. Aber mehr noch: Ideenspeicher machen so manchen Geistesblitz erst möglich. Denn wenn Sie nicht warten wollen, bis Sie irgendwann aus heiterem Himmel einen Geistesblitz haben, können Sie ein wenig nachhelfen: Durch Aufschreiben.

In einem früheren Beitrag habe ich Ihnen empfohlen, Ideenspeicher zu nutzen.

Denn das Vertrackte an Ideen ist, dass sie selten kontrolliert dann eintreffen, wenn wir nach ihnen suchen. Im Gegenteil. Etliche schöne Ideen suchen uns an Orten und zu Zeiten heim, an denen wir eigentlich nicht ans Ideenfinden gedacht haben. Da empfiehlt es sich, auf die Ideen vorbereitet zu sein, die uns aus den Abgründen unseres Unterbewusstseins anspringen. 😉

Ideenspeicher zu nutzen, ist aber nicht nur effizienter. Ideenspeicher machen so manchen Geistesblitz erst möglich.

Denn wie entstehen Geistesblitze? Wie kommt es zum spontanen „Zünden“ einer Idee, ohne große Vorbereitung und scheinbar aus dem Nichs?

Nun, ein Geistesblitz ist sozusagen die Verdrahtung von Informationen, die Sie schon im Unterbewussstsein mit sich herumtragen. Ihr Unterbewusstsein flitzt so lange ungesteuert durch seinen Vorrat an Informationen, bis irgendetwas, ein äußerer Reiz, eine gedankliche Kombination, den Geistesblitz auslöst. Und Sie sitzen, ähnlich wie Archimedes, in der Badewanne und rufen: „Heureka, ich hab’s gefunden.“ 😉

Aber wenn Sie nicht darauf warten wollen, dass es irgendwann zum spontanen Zünden kommt, können Sie ein wenig nachhelfen: Durch Aufschreiben.

Michael Michalko empfiehlt dazu in seinem Buch Erfolgsgeheimnis Kreativität:

1. Führen Sie, wie gesagt, Ihre Ideenspeicher, Ideentagebücher oder Ähnliches mehr.

2. Beschränken Sie sich aber nicht darauf, Ideen, die Sie unvorhergesehen anspringen, aufzuschreiben. Werden Sie selbst aktiv.

3. Schreiben Sie zum Beispiel Probleme oder Fragestellungen auf, an denen Sie gerade knabbern.

4. Gehen Sie ruhig in die Einzelheiten. Listen Sie diverse Informationen dazu auf.

5. Gehen Sie Ihre Aufzeichnungen regelmäßig durch. Je mehr Probleme, Fragen, Informationen übrigens, desto besser.

6. Auf diese Weise schaffen Sie ein Netz von Informationen. Je mehr Infos Sie sammeln, desto umfangreicher das Netz. Und je öfter Sie Ihre Aufzeichnungen durchlesen oder zumindest grob überfliegen, desto dichter wird das Netz.

7. Beschäftigen Sie sich auch ruhig mit Ihrem Material. Bearbeiten Sie es, ergänzen Sie es, tragen Sie neue Entwicklungen nach. Damit verbessern Sie die Basis für Ihre Geistesblitze.

8. Dadurch, dass Sie sich mit Ihrem Stoff auseinandersetzen, steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, den einen oder anderen „Impuls“ für Ihren Geistesblitz auszulösen.

9. Mehr noch, je deutlicher Sie Ihrem Unterbewusstsein signalisieren „dieses Problem ist noch nicht gelöst“, desto eifriger wird es nach Kombinationen suchen, die es Ihnen als Geistesblitz zu treuen Händen übergeben kann.

Dieses Phänomen nennt man auch Zeigarnik-Effekt: Unser Gehirn lässt etwas erst dann los, wenn es die Sache zu seiner Zufriedenheit gelöst hat. Andernfalls wird es immer wieder unbewusst darauf herumkauen.

Oder anders formuliert: Brüten Sie nicht krampfhaft über einem Problem.

Schreiben Sie lieber die entsprechenden Informationen auf. Gehen Sie diese immer wieder durch und bearbeiten Sie sie. Und geben Sie Ihrem Unterbewusstsein die Möglichkeit, ohne Druck damit herumzubasteln. Bis es zum Geistesblitz kommt: Heureka. :-)

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 07.01.10

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