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Wie Sie in 6 Schritten Ihre Gewohnheiten erkennen, um sie zu ändern

Unserer Kreativität stehen oft diverse Gewohnheiten im Weg. Die müssen wir zunächst beseitigen, wenn wir unser Denken und Verhalten verbessern wollen. Das Problem ist nur: Gewohnheiten laufen oft unbewusst ab. Wir bemerken sie gar nicht. Wo dann ansetzen? Die folgenden sechs Schritte zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Gewohnheiten erkennen, um sie zu ändern.

Wenn Sie besser und kreativer denken, schreiben oder handeln wollen, bedeutet das oft auch, bestehende Gewohnheiten und Verhaltensmuster zu ändern.

Normal, aber weniger kreativ ist es zum Beispiel, nur die eigene Perspektive zu sehen und von den eigenen Interessen aus zu denken. Kreativ wäre es, immer auch die Perspektive des oder der anderen einzunehmen. Sie müssten also Ihre liebe Gewohnheit, zunächst einmal von sich auszugehen, aufgeben. Und das oft unter Mühen, denn leicht fällt es uns nicht.

Wenn man solche unbewusst ablaufenden Gewohnheiten verändern will, muss man sie aber zunächst einmal erkennen. Auch reichlich tückisch, schließlich sind Gewohnheiten dafür da, im Untergrund abzulaufen und unser Gehirn von dieser zusätzlichen Denkarbeit zu befreien.

Die Sicht eines Fremden kann helfen, uns selbst besser auf die Spur zu kommen. Auch wenn man berücksichtigen muss, dass jeder vor dem Hintergrund seiner eigenen Werte und Denkmuster interpretiert.

Sie könnten also andere einfach fragen, wenn Sie Ihre Gewohnheiten ändern oder vielleicht schlechte Gewohnheiten loswerden wollen. Vorausgesetzt, Sie wollen es ehrlich wissen und können damit umgehen. Sonst wird es sich Ihr Gegenüber zweimal überlegen, ob er noch mal seine Meinung äußern wird.

Oder Sie starten einen Selbstversuch. Dann könnten Sie folgendermaßen vorgehen.

Schritt 1: Das Problem dingfest machen

Niemand setzt sich in der Regel hin und sagt sich: „So, jetzt ändere ich mal ein paar meiner Gewohnheiten.“ Dafür gibt es meistens den einen oder anderen Auslöser oder aktuellen Bedarf. Welcher ist es bei Ihnen?

Schritt 2: Die Gewohnheiten unter die Lupe nehmen

Beobachten Sie sich selbst. Zeichnen Sie Ihre Gewohnheiten und Verhaltensmuster auf. Wie handeln Sie in einer bestimmten Situation? Wie denken Sie über etwas? Können Sie Muster und Gemeinsamkeiten erkennen, die auf eine Gewohnheit hindeuten?

Schritt 3: Die Gewohnheiten bewerten

Entscheiden Sie: Welche Verhaltensweisen wollen Sie behalten? Welche nicht? Fragen Sie sich dazu, was Ihnen gut tut, was Sie also bewahren und verstärken wollen. Und überlegen Sie, womit Sie sich oder anderen Schaden zufügen, welche Sie also rauswerfen oder verändern wollen.

Schritt 4: Die Ursachen für die Gewohnheiten erkennen

In der Regel hat jede Gewohnheit einmal ihren Sinn gehabt. Und sie muss Ihnen auch heute noch etwas geben, sonst hätten Sie sie schon längst über Bord geworfen. Viele Gewohnheiten sind auch Bestandteil ganzer Abfolgen und Handlungsketten.

Die Zigarette, die Sie sich anzünden, bevor Sie ans Telefon gehen, steht nicht für sich allein. Sie gehört zu einem Set von Abfolgen, wie Sie sich in einer bestimmten Situation verhalten.

Versuchen Sie, diese Abfolgen und Verzahnungen, sowie den Nutzen Ihrer Verhaltensweisen zu erkennen. Nur so finden Sie den Hebelpunkt, um sie abzuändern und loszuwerden.

Schritt 5: Vergleichen Sie mit dem Ideal

Vielleicht haben Sie auch ein Idealbild vor Augen, wie Sie sich „eigentlich“ verhalten wollen? Wie etwas ablaufen sollte? Nur leider läuft es nicht so? Halten Sie dann beide Bilder gegeneinander, lassen Sie sie wie dünnes Pauschpapier überlappen. Schauen Sie, ob Sie Unterschiede und damit Ihre Gewohnheiten erkennen.

Schritt 6: Bringen Sie anderen Ihre Gewohnheiten bei

Und um wirklich sicher zu gehen, dass Sie unter dem Pauschpapier die Umrisse Ihrer eigenen Muster erkennen, greifen Sie zu einem Trick: Stellen Sie sich vor, Sie müssten einem anderen beibringen, genau das zu tun, was Sie auch tun. Also sich zum Beispiel jedes Mal, wenn das Telefon läutet, eine Zigarette anzuzünden.

Wenn Sie selbstkritisch genug veranlagt sind, wird Ihnen nicht nur dieses Muster schreiend ins Auge springen. Sie könnten auch zu dem Schluss kommen, dass es nur wenig bis gar keinen Sinn macht, und eher schadet als nutzt.

Zeit dafür, es zu ändern. Gut erkannt, Sherlock. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 01.06.10

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