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8 Punkte, um Internetquellen zu bewerten

Viele, die schreiben, sind heute auch im Internet unterwegs. Sie recherchieren, lassen sich inspirieren oder suchen nach Tipps und Know-how.Aber so einfach ist das nicht mit den Texten im Web. Die Qualität schwankt. Die folgenden 8 Punkte zeigen Ihnen, wie Sie die Glaubwürdigkeit Ihrer Quellen beurteilen.

Viele, die schreiben, sind heute auch im Internet unterwegs. Journalisten recherchieren für ihre Artikel, Werbetexter suchen nach kreativen Ideen für ihre Kunden, Blogger fahnden nach Neuem und Berichtenswertem für ihre Blogs – von all denen ganz zu schweigen, die nur Infos und Know-how wollen.

Die Qualität der Texte im Internet schwankt

Aber so einfach ist das nicht mit den Texten im Web. Bevor Sie hier zugreifen und sich inspirieren lassen oder gar daraus lernen wollen, sollten Sie immer die Glaubwürdigkeit Ihrer Quellen überprüfen.

Natürlich können beispielsweise auch Bücher eine einseitige Meinung wiedergeben oder fragwürdige Informationen enthalten. Der Vorteil solcher von Redaktionen oder Lektoraten erstellten und überarbeiteten Produkte ist aber, dass hier von ausgebildeten Leuten eine erste Auswahl und Überprüfung schon vorgenommen wurde.

Im Internet kann dagegen jeder ungeprüft schreiben und veröffentlichen, was er möchte. Das macht einerseits den Reiz dieses Mediums aus, andererseits aber auch seine Gefahr. Und so findet man neben vielen Perlen auch genug, wovon man besser die Finger lässt.

Beurteilen Sie Ihre Internetquellen

Überprüfen Sie deshalb vorher Ihre Quellen, bewerten Sie sie. Wer den Glaubwürdigkeits-Test nicht besteht, fliegt raus. Trennen Sie die Spreu vom Weizen. Umso besser werden Ihre Texte und umso mehr wird man Sie selbst als Quelle zu schätzen wissen.

Folgende 8 Punkte leisten Ihnen dabei gute Dienste:

1. Der äußere Eindruck

Wie wirkt die Website auf Sie? Scheint eine sorgfältige, gern auch professionelle Hand hinter ihr zu stecken? Wirkt sie „seriös“? Trauen Sie ihrem Betreiber zu, dass er weiß, wovon er spricht? Oder scheint es sich eher um eine Hobby-Seite zu handeln, bei der Sie skeptisch sind, wie gut ihr Autor für seine Texte recherchiert?

2. Die Aktualität

Wie aktuell sind die Webseite und ihre Texte? Wann gab es die letzte Veröffentlichung? Haben Sie es vielleicht mit einer überholten „Leiche“ im Netz zu tun?

3. Der Autor

Sehen Sie sich das Impressum oder die Autorenseite / „Über mich“-Seite an. Wer betreibt diese Seite? Ein Unternehmen, eine Redaktion, eine Einzelperson? Welchen Hintergrund hat der Verfasser? Scheint er für das Thema qualifiziert zu sein? Trauen Sie ihm zu, ein Experte auf seinem Gebiet zu sein?

4. Die Artikel

Welchen Eindruck machen Artikel oder Text selbst? Strotzen sie nur so vor Rechtschreibfehlern oder Flüchtigkeitsfehlern? Lassen Ihnen Grammatik und Satzbau die Haare zu Berge stehen? Oder scheint es sich um einen sorgfältig erstellten Text zu handeln?

5. Der Ton

Wie ist der Tonfall des Textes? Bleibt der Verfasser sachlich-informativ? Oder nutzt er die Internetquelle nur, um mal so richtig seine Meinung zu sagen, zu polemisieren, über andere herzuziehen, anderen unbedingt ihre Fehler nachweisen zu wollen und Ähnliches mehr? Gleitet er gar in eine starke Werbesprache ab oder versucht den Leser zu manipulieren?

6. Die Informationen

Wie sind die Informationen selbst? Scheinen sie zuverlässig zu sein? Hier ist es immer hilfreich, wenn Sie ein gewisses Hintergrundwissen mitbringen und nie zu Themen recherchieren, von denen Sie keine Ahnung haben und die Sie deshalb auch nicht beurteilen können.

7. Die Werbung

Gibt es viel Werbung auf der Website? Scheint sie den Leuten eher etwas verkaufen als sie sachlich informieren zu wollen? Wie unabhängig können ihre Texte noch sein?

8. Die Ziele

Und das geht in die gleiche Richtung: Welche Ziele könnte der Verfasser verfolgen? Was könnte er von seinen Lesern wollen? Macht er gar einen „gekauften“ Eindruck?

Wenn Sie mit diesen und ähnlichen Fragen an Ihren Internettext herangehen, sind Sie einen guten Schritt weiter, diesen nach seiner Glaubwürdigkeit einstufen und bewerten zu können.

Dann können Sie immer noch entscheiden, ob Sie ihn als solide Quelle zitieren, ihn als Informationsquelle nutzen, sich zumindest anregen – oder schleunigst vergessen wollen. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 10.02.10

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