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3 Möglichkeiten, um spannende Texte zu schreiben

Texte und Artikel sollen in erster Linie informieren, nicht unterhalten. Spannungsmomente können also nur eine kleine, krönende Zutat sein.Trotzdem können auch Sachtexte spannend sein. Hier habe ich drei Anregungen für Sie, wie Sie spannende Texte schreiben.

Texte und Artikel sollen in erster Linie informieren, nicht unterhalten. Spannungselemente wie die überraschenden Wendungen eines Romans oder den Nervenkitzel eines Krimis sucht man hier deshalb vergeblich. Im Gegenteil: Verständlichkeit und ein roter Faden sind oft Trumpf. Spannungsmomente können also nur eine kleine, krönende Zutat sein.

Trotzdem können auch Sachtexte spannend sein. Hier habe ich drei Anregungen für Sie, wie Sie spannende Texte schreiben.

1. Den Leser direkt ansprechen, auffordern und fragen

Bei Ratgebern, Tutorials, Tipps und Ähnlichem ist es oft hilfreich, den Leser direkt anzusprechen. So erzeugen Sie eine Art „Quasi-Gespräch“, über das Sie Ihr Wissen und Know-how weitergeben.

Diese direkte Ansprache können Sie auch nutzen, um für Spannung zu sorgen. Bauen Sie einfach noch ein paar Elemente aus der Werbung wie etwa eine Aufforderung, eine Frage oder eine Provokation ein.

Machen Sie zum Beispiel mit einer Frage neugierig:

„Wussten Sie, dass Sie mit Ihren Gedanken Ihre Gesundheit beeinflussen können?“

Kleiner Tipp: Achten Sie darauf, nicht zu sehr in die Werbesprache abzugleiten. 😉 Aufforderungen wie „schlucken Sie dies“ (Medikament) oder „tun Sie das“ (etwa eine bestimmte Sportart betreiben) kommen je nach Zusammenhang nicht so gut. Entscheiden Sie immer vorher, ob Sie nun einen informierenden Text oder eine Werbebroschüre schreiben.

2. Mit Zitaten, Beispielen oder Interviews anschaulich werden

Das ist ein Standardvorgehen im Journalismus: Journalisten unterbrechen den Fließtext immer wieder, um zum Beispiel mit Zitaten aus Interviews den Text anschaulicher zu machen.

Wenn Sie haben, können Sie Ihren Text an solchen Stellen auch durch Beispiele auflockern und spannender machen. Etwa durch den tatsächlichen oder fiktiven Fall eines Marathonläufers mit Problemen:

„’Ich weiß nicht, was ich tun soll. Jedes Mal, wenn ich mehr als zehn Kilometer laufe, spielt mein Kreislauf verrückt. Ich zittere, schwitze, bekomme Krämpfe oder gerate in Atemnot.’ Michael ist verzweifelt und bittet seinen Hausarzt um Rat.“

Und dann geht es weiter im Text mit den Tipps eines Sporttrainers fürs Laufen.

Sie müssen auch nicht versuchen, in diesen Zitaten selbst noch Spannung aufzubauen. Es reicht oft schon, nur ein, zwei Absätze mit solchen Beispielen oder wörtlicher Rede zu gestalten. Das weckt bereits die Aufmerksamkeit des Lesers und erregt je nachdem auch sein Mitgefühl und seine Anteilnahme, erzeugt mithin Spannung.

3. Mit einer Rahmenhandlung oder fiktiven Story zusammenhalten

Noch mehr Anteilnahme wecken Sie beim Leser mit einer personifizierten Rahmenhandlung oder fiktiven Story.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie schreiben einen kleinen Leitfaden für Turniertänzer, wie sie sich optimal auf ein Turnier vorbereiten können. Bleiben Sie dann nicht bei trockenen Tipps stehen. Werden Sie wieder anschaulich und spannend. Beispielsweise mit der fiktiven (oder auch tatsächlichen) Story eines ausgewählten Tanzpaares.

Schreiben Sie, wie die Tänzer trainieren, welche Probleme sie zu lösen haben, wie sie bravourös einzelne Stationen im Turnier meistern. Wenn Ihnen das liegt, auch gern mit Handlung, Dialog und so weiter.

Verteilen Sie auch gern diese Szenen wie ein immer wiederkehrendes Element im Text. Sozusagen wie ein zweiter roter Faden, wie eine Klammer, die alles zusammenhält. Und wenn Sie dann noch mittendrin an spanennden Stellen abbrechen, haben Sie einen Cliffhanger, der die Leute reizt, weiterzulesen. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 10.03.10

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