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Schreiben hat viele Gesichter. Die NLP-Trainerin und Heilpraktikerin Beatrix Schulte widmet sich in ihrem Buch vor allem dem Schreiben für die Seele. Dazu gibt sie Anregungen und Impulse und stellt verschiedene Schreibmethoden vor. Tipps für Schreibmotivation und das Schreiben selbst runden das Buch ab.

Beatrix Schulte war Lektorin in einem Verlag, bevor sie sich als NLP-Trainerin, Mediatorin und Heilpraktikerin für Psychotherapie selbstständig machte. Heute gibt sie vorrangig Seminare für Kommunikation, kreative Visionsfindung und Schreiben.

In einer dreimonatigen Auszeit in den Cafés von Girona, Spanien, schrieb sie dieses Buch. Mit ihm möchte sie ihre Leser ermutigen, den Stift in die Hand zu nehmen, der Schreibfreude nachzugehen und über das Schreiben in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Sie schildert die Wirkung und Vorteile von Schreiben auf die menschliche Psyche. Und sie stellt diverse Schreibmethoden sowie ihre jeweils speziellen Funktionen vor.

Aus dem Inhalt:

Vorwort

1. Einführung: Die Kraft des Schreibens

Schreiben als kreativer Prozess der Selbstentfaltung, mit dem man sich selbst, aber auch anderen nahe kommen kann. Schreiben für einen klaren Geist und als Zugang zu Unbewusstem. Schreiben, das schädigende Handlungsmuster erkennen lässt und heilt. Schreiben, das von Altem, für Neues befreit, einen etwas leichter zum Handeln bringt und das Leben berührt.

2. Schreiben ist Leben: Impulse aus den Cafés von Girona

In diesem Hauptteil des Buches widmet sich Beatrix Schulte, ähnlich wie Natalie Goldbergs „Schreiben in Cafés“, in kleinen Kapitelchen jeweils einem Gedanken, spinnt diesen weiter. Dabei kann es sich um Impulse zur Schreibmotivation handeln, um Tipps fürs Schreibhandwerk, aber auch um ihr Kernthema, die Wirkung von Schreiben auf die Seele und wobei Schreiben einem helfen kann. Eine übergeordnete Struktur fehlt, doch in sich sind die kleinen Abschnitte gut nachvollziehbar, man kann den Gedanken und der Argumentation der Autorin gut folgen.

3. Formen des Schreibens: Methoden und Wirkung

In diesem Teil stellt die Autorin einzelne Schreibmethoden näher vor. Dabei handelt es sich zum Beispiel um: Tagebuch mit Unterformen wie Wunschtagebuch, Traumtagebuch oder Reisetagebuch. Journaling. Morgenseiten nach Julia Cameron oder Dorothea Brande. Autobiografisches Schreiben. Kreatives Schreiben. Therapeutisches Schreiben. Meditatives Schreiben. Poesietherapie. Expressives Schreiben. Freewriting. Visionäres Schreiben. Spirituelles Schreiben. Briefe schreiben mit diversen Unterformen von Briefen.

4. Die Schreib-Praxis: Übungen und Anregungen

Zum Schluss gibt es noch jeweils einige beispielhafte Übungen zum Autobiografischen Schreiben, zu Schreiben als Selbsterkenntnis und zum Kreativen Schreiben.

Einige Literaturempfehlungen runden das Buch ab.

Die Autorin schreibt einfühlsam, klar und gut verständlich. Einzelne Inhalte gehen für mich eher Richtung klassische Schreibtipps, verlassen ein bisschen die Wirkung von Schreiben auf die Psyche. Aufgepasst also, wenn Sie nur wissen möchten, wie Sie besser schreiben oder sich fürs Schreiben motivieren. In dem Fall sind Sie hier falsch. Wenn Sie sich aber auch für die Zusammenhänge zwischen Schreiben und Seele interessieren, finden Sie dafür hier eine Fülle von Gedanken, Anregungen und Methoden.

Fazit: Eine schöne Vorstellung der „seelischen Wirkung“ von Schreiben.

© 2018 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 28.09.18

Beatrix Schulte: Die Seelenfeder. Wie wir durch Schreiben wieder in Kontakt mit uns selbst kommen. Köln 2017. 144 Seiten.

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