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Wer ein glückliches Leben führen möchte, sollte in erster Linie ein eigenes Leben führen. Das ist die Überzeugung und der Aufruf von Bestsellerautor und Lebenscoach Martin Wehrle. Mit seinem Buch zeigt er, was uns an einem eigenen, selbstbestimmten Leben hindert und was wir für ein solches tun können. Mit viel hilfreichem Wissen, flott und unterhaltsam geschrieben.

Martin Wehrle ist Bestsellerautor und bekannter „Karriere- und Lebenscoach“. Zudem bildet er Coaches aus und ist ein gefragter Redner etwa bei Unternehmen und Kongressen.

Als junger Mann war er kreuzunglücklich in seiner angepassten, geschätzten Ausbildung zum Staatsdiener. In den folgenden Jahren ging er seinen eigenen Weg zu dem, was er heute macht. Mit seinem Buch möchte er auch andere motivieren, das Eigene zu tun und zu leben. Er möchte Begleiter auf dem Weg zum „Selber-Leben“ sein.

Der erste Teil seines Buches will zeigen, wie wir fremdbestimmt werden, von Erziehung bis Massenmedien und Internet. Der zweite Teil lädt mit einem Selbsttest ein, das eigene Leben zu begutachten und genauer unter die Lupe zu nehmen. Danach folgen viele Tipps und wissenschaftliche Erkenntnisse, wie wir selbstbestimmter leben.

Darüber hinaus enthält das Buch viele Beispiele aus Wehrles eigenem Leben und seiner Coachingpraxis, Gedanken aus Philosophie und Beispiele prominenter Zeitgenossen, Denkanstöße, Reflexionsfragen sowie einzelne Coachingübungen meist am Ende eines Kapitels.

Aus dem Inhalt:

Vorwort Ich hab da was verloren: Mein Leben!

Teil 1 Artig leben: Warum Anpassung Ihr Unglück ist

Kapitel 1 Im falschen Film: Guten Tag, ich will mein Leben zurück!

Warum wir nicht das Leben der anderen leben sollten. Warum wir uns nicht fragen sollten, was gut für unseren Lebenslauf wäre, sondern was gut für unser Leben wäre. Warum wir auf Muss-Sätze achten und Nein sagen lernen sollten. Warum wir eigene Konturen ausbilden und damit die für uns richtigen Menschen anziehen sollten. Warum wir uns vor den fatalen Vergleichen und äußeren Maßstäben der Leistungsgesellschaft hüten sollten.

Kapitel 2 Der Werbe-Wahn: Mein Haus, mein Auto, meine Not

Warum wir uns vor Nachahmungskultur und den Tricks der Werbung hüten sollten. Wie die Werbung Glück durch Äußerlichkeiten vorgaukelt. Wie wir schon evolutionär mit Wohlgefühl und Sicherheit belohnt werden, wenn wir uns an andere anpassen und andere nachahmen. Wie uns die Angst bestimmt, die Zuneigung anderer, die Zugehörigkeit zu anderen zu verlieren.

Kapitel 3 Die Erziehungs-Falle: „Wenn du brav bist, hat Mami dich wieder lieb!“

Wie wir von früher Kindheit an geprägt werden und den Urteilen der Erziehung ausgesetzt sind. Wie wir den hohen Maßstäben oft nicht genügen und uns als Mängelexemplar fühlen. Warum wir uns mit den „Tätern“ solidarisieren und identifizieren, statt die eigene Not zu sehen. Wie wir in der Kindheit bedingte Liebe erfahren („wir lieben dich, wenn du so und so bist“), in der Schule dem Anpassungszwang unterworfen sind und zu „Antwort-Automaten“ herangezüchtet werden, und unser ganzes Leben lang Zuneigung durch Wohlverhalten verdienen wollen.

Kapitel 4 Der Ego-Shooter: Ich bin ja so ein Versager!

Wie wir von inneren Anpeitschern und zu hohen Ansprüchen an uns selbst getrieben werden. Wie wir das Maximal-Glück erzwingen wollen und uns als Selbstoptimierer das Leben zur Hölle machen. Wie wir durch ungute Prägungen von Christentum und Calvinismus gesteuert werden. Wie wir der Illusion des „alles ist möglich“ huldigen, übertriebene Ziele und krampfhaftes Wollen nicht hinterfragen sowie die Verantwortung fürs Scheitern an die Außenwelt abgeben.

Kapitel 5 Einfach krank: Warum Anpassung zu Burnout und Depression führt

Warum wir unser Lebenstempo drosseln sollten, um nicht im Burnout zu landen. Warum wir nicht alles für andere tun und es anderen recht machen sollten. Warum wir uns vor Ausbeutung und Selbstausbeutung im Beruf hüten sollten. Wie erlernte Hilflosigkeit zur Depression führen kann. Und warum wir unser Leben nicht von äußeren Umständen abhängig machen sollten.

Teil 2 Einzig leben: Wie Eigen-Sinn Sie glücklich macht

Kapitel 6 Der große Life-Check: Sitzen Sie noch am Steuer?

Ein Selbsttest lädt dazu ein, das eigene Leben zu hinterfragen: Wie selbstbestimmt ist mein Leben? Wie zufrieden bin ich mit meinem Leben?

Kapitel 7 Ich verlange Respekt: Warum es gut ist, wenn nicht jeder Sie liebt

Warum gekaufte Freunde keine Freunde sind. Warum es nicht darum geht, viele Freunde zu haben, sondern gute. Warum wir uns nicht verbiegen, sondern im Einklang mit uns selbst sein sollten. Warum wir uns vor der Nettigkeitsfalle hüten und nett nur bei gesundem Gleichgewicht sein sollten. Warum wir uns selbst akzeptieren können sollten.

Kapitel 8 Der Preis ist heiß: Was kostet die Veränderung?

Warum wir lieber den anderen als uns selbst enttäuschen sollten. Wie wir durch innere Konflikte am Handeln gehindert werden. Wie fatal es sein kann, sich nicht zu entscheiden, um nur ja keine Fehler zu begehen. Wie wir gute Entscheidungen treffen. Warum wir in die Stille gehen sollten, um uns selbst zu hören.

Kapitel 9 Wunsch-Konzert: Was Ihre Sehnsüchte Ihnen flüstern

Was „Haben-Wünsche“ (Tageswünsche) und „Sein-Wünsche“ (Herzenswünsche) sind. Wie wir unsere Wünsche erkennen. Warum wir auf Intuition, Herz und Bauch hören sollten. Warum unser Verstand uns in die Irre führen kann. Warum wir uns fragen sollten, was wir wirklich brauchen, was uns wichtig ist, was wir uns für unser Leben wünschen, was aber auch aus diesem heraus kann und soll. Wie wir das Kind von früher in uns wecken und von ihm lernen.

Kapitel 10 Denken ist Glückssache: Warum Zufriedenheit im Kopf beginnt

Einiges zu unguten Denkmustern wie etwa der Falle des Aufwärts-Vergleichs, mit dem wir uns unweigerlich als Verlierer fühlen. Und einiges zu erfüllenden und motivierenden Denkmustern, um das, was ist, neu zu bewerten, oder anderes anzustreben.

Kapitel 11 Ein wohl-gefühltes Leben: Wie Emotionen Ihre Freunde werden

Wie wir mit Emotionen manipuliert werden können und auch manipuliert werden. Wie Emotionsprogramme der Urzeit uns noch heute das Leben schwer machen. Wie wir unsere Emotionen aber auch nutzen und in unserem Sinne einsetzen können.

Kapitel 12 Arbeits-Sieg: Wie Ihr Beruf Ihnen wieder Erfüllung schenkt

Was bedeutet eigentlich Karriere? Warum realistische Erwartungen hilfreich sind, denn den absoluten Traumjob gibt es nicht. Wie unsere Einstellung zur Arbeit auch die Zufriedenheit mit der Arbeit fördern kann. Wie wir unsere Arbeitsbedingungen verbessern können.

Kapitel 13 Beziehungs-Weisheit: Von der Kunst, sich mit den richtigen Menschen zu umgeben

Menschen haben ein Grundbedürfnis nach Zuneigung und Nähe. Einiges zum „Beziehungs-TÜV“, um Menschen zu erkennen, die nicht gut für uns sind, und uns die richtigen Freunde und Partner zu suchen. Warum wir uns von den Eltern und ihren Prägungen emanzipieren sollten. Einiges zu Freundschaft, Partnerschaft und den Einflüssen anderer Menschen auf unser Leben.

Kapitel 14 Anstiftung zum Nein-Sagen: Wie Sie sich mit einem Wort das Leben retten

Uns dessen bewusst sein, dass ein Nein zu etwas auch immer ein Ja zu etwas anderem ist – dieses Ja sollten wir sehen können. Warum wir Grenzen setzen müssen, um nicht überrollt zu werden. Sowie 22 ausführliche Tipps fürs Nein-Sagen.

Nachwort Ich hab da was gefunden: Mein Leben!

Ein Anhang mit Literatur, Quellenverzeichnis und Sachregister schließt das Buch ab.

Wehrle schreibt flott, unterhaltsam, flüssig. Man merkt ihm den Berufsschreiber an, der, glaube ich, früher auch einmal bei der Zeitung war. Sein Buch vermittelt nicht nur wertvolles Wissen. Es macht auch Spaß, es zu lesen. Der Autor scheint mir zudem menschlich sympathisch zu sein.

An einigen Stellen sehe ich einiges anders als er, würde anders argumentieren. Auch bin ich selbst aus eigener Erfahrung vorsichtig mit Verallgemeinerungen geworden, würde lieber noch differenzieren wollen.

Doch davon abgesehen ist Wehrles Buch prall gefüllt mit hilfreichen Tipps, erklärenden Zusammenhängen, schönen Denkanstößen und amüsanten, anschaulichen Beispielen. Zugleich scheint es mit Herzblut geschrieben und ein inniger Aufruf an alle zu sein, JA zu einem eigenen, selbstbestimmten Leben zu sagen. Man muss dann nur noch entsprechend handeln. 🙂

Fazit: Ein motivierender Appell fürs eigene, selbstbestimmte Leben.

© 2018 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 11.07.18

Martin Wehrle: Sei einzig, nicht artig. So sagen Sie nie mehr JA, wenn Sie NEIN sagen wollen. München 2015, 381 Seiten

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